Nachdem die Scorpions die deutsche Metal-Geschichte eingeläutet haben, wurde diese 1971 um die Heavy Metal-Band Accept erweitert. Schlugen die Scorpions teilweise noch softere Töne an und präsentierten harmonisch klingende Balladen, legten Accept noch ein paar Kohlen auf und gaben dem Metal eine gewisse Härte, mit der es die Herren so richtig krachen ließen. Nicht zuletzt war Udo Dirkschneider mit seiner gewaltigen Stimme ein Markenzeichen der Band. Genau wie Klaus Meine hatte Dirkschneider einen markanten Tonfall, was perfekt zu den gepfefferten Tönen der Band passte. Dirkschneiders Stimme war so scharf, dass er mit nur ein paar Vokalen Glas zerschneiden konnte. Dies brachte ihm Fans, aber auch Kritik ein. Zur Musik passte sie auf jeden Fall. Vor dem nationalen sowie internationalen Durchbruch 1976 hielt sich die Band mit verschiedenen Auftritten über Wasser.

Accept — der Anfang des Power Metal

Die Wandlung kam 1976 beim Rock am Rhein-Festival. Hier bekam die Band erhöhte Aufmerksamkeit, was ihnen einen Plattenvertrag einbrachte. Und somit ging die deutsche Heavy Metal-Geschichte in die Verlängerung und wurde um ein weiteres deutsches Vorzeigeprodukt bereichert. Zudem spielte die Band von Beginn an eigene Songs, coverten aber auch von den Stones und Queen. Accept wird als der Wegbereiter des deutschen Heavy Metal bezeichnet. Die Klänge waren um einiges härter und die Riffs gewaltiger. Songs von Accept wurden mehrfach von anderen Bands gecovert.

Accept — deutscher Heavy Metal bereit für die Welt

Mit dem Album „Breaker“ von 1981 machte die Band ein internationales Publikum auf sich aufmerksam. Hier schlugen Accept noch härtere Tonlagen an. Mit Gaby Hauke gewann die Band nicht nur eine Top Managerin, sondern sie sorgte auch dafür, dass die Band über Deutschland hinaus bekannt wurde. Was eine Tour durch Europa mit Judas Priest zur Folge hatte. Zudem erhielt „Breaker“ gute Kritiken aus dem Ausland. Weltweite Tourneen folgten, wie Südamerika, USA und Asien. Mit Accept wurde zum zweiten Mal deutsche Metal-Geschichte in die Welt hinaus getragen.