Die Anfänge der deutschen Metal-Szene begannen 1965 mit den Scorpions, damals noch unter dem Namen „Nameless“. Das Spielrepertoire bestand zu dieser Zeit hauptsächlich aus Songs der Beatles. Gegründet wurde die Band von Rudolf Schenker (Gitarre) und Wolfgang Dziony (Schlagzeug). Zur Anfangsbesetzung zählten Joachim Kirchhoff am Bass und Karl-Heinz Vollmer (Gitarre). Im Jahr 1966 gab sich die Band den legendären Namen Scorpions, der in Asien, Amerika und Russland ebenso bekannt ist wie in Deutschland. In ihren besten Zeiten füllten die Scorpions riesige Hallen und das schaffen sie auch heute noch. Anfangs spielten die Rocker in Norddeutschland und gaben dort kleinere Konzerte. Zudem spielten sie im Vorprogramm von den Lords oder Dave Dee. Den Startschuss gab das Jahr 1969.

Heavy Metal — die Wiege stand in Hannover

1969 kam der Bruder von Rudolf Schenker in die Band. Obendrein kam der Ausnahme-Sänger Klaus Meine mit seiner einzigartigen Stimme dazu. Ab diesem Zeitpunkt befasste sich die Band mit dem Komponieren eigener Texte. Die Liedtexte waren seit Beginn in englischer Sprache und gingen in Richtung Hard Rock. Das erste Album 1972 ließ die Formation auf internationaler Ebene Fuß fassen. Daraufhin tourten die Scorpions durch Europa. Scorpions-Songs sind melodisch und dennoch von einer gewissen Härte und fetten Gitarrenklängen geprägt. Damit wurde das Fundament des deutschen Heavy Metal gelegt.

Power Heavy Metal mit melodischen Klängen

Die Scorpions haben deutsche Heavy Metal-Geschichte geschrieben. Klaus Meine mit seinem außergewöhnlichen Stimmvolumen und der Gitarrenmagier Rudolf Schenker mit seinen harten Powerchord-Gitarrenriffs prägten zum Großteil den Stil der Scorpions. Die wilden Metal-Sounds spielte die Band vorrangig in den 70ern und 80ern. Bands in Deutschland und weltweit wurden von den Live-Konzerten und Klängen der Scorpions inspiriert, wie etwa Metallica und Bon Jovi. Iron Maiden spielte einst als Vorgruppe der deutschen Metal-Band. All die großen Metal-Nachfolger orientierten sich an den Scorpions. Nach nunmehr 50 Jahren reißt die Nachfrage nach den Ausnahmemusikern nicht ab. Live-Auftritte sind gefragt wie eh und je.